Islamischer Staat–Caliphate of Law, Predator State, Sovjet-Umma–Expand or die? Der Westen zwischen der Wahl der Islamismen: Muslimbrüder, Iran , Saudiarabien oder reformierter IS?

Drei recht grundsätzliche Artikel  sind zum Islamischen Staat erschienen. Zwei davon prognostizieren dem IS eine langfristige Attraktivität, der andere analysiert die Ökonomie des IS-Staats und kommt zum Schluss, dass diese am Kollabieren ist und IS daher immer neue Raubzüge unternehmen und quasi die Flucht nach vorne antreten muss.

Der erste Artikel: „Caliphate of Law-ISIS Ground Rule” ist ein Artikel, der eine Stärke des IS darin sieht eine Art Ordnungsgesetzesstaat aufzubauen, der nach klaren Regeln abläufft und daher eine gewisse Attraktivität für failled states hat, mögen die Schariagesetze auch noch für unsere Maßstäbe recht arachisch-islamistische Rule of Law haben.Typisch anglosächsischer Text, der das Kriterium des Rule of Law reinbringt und deswegen auch Caliphate of Law titelt. Kurz: Im Chaos bevorzugen die meisten Menschen eine stabile Ordnung unter irgendeinem verbindlichen Gesetz,als einen gesetzeslosen Zustands der Anarchie, dem Zustand der Wolfsnatur eines „Jeder gegen jeden“, mögen diese auch noch so diktatorisch, archaisch  und drakonisch sein. Klassischer Leviathan ala Hobbes.Nachzulesen unter:

https://www.foreignaffairs.com/articles/syria/2015-04-15/caliphate-law

Desweiteren ist festzuhalten, dass der IS nun in Lybien, Ägypten/Sinai, Yemen, Afghanistan, Kaukasus, Subsahara Zellen gründet und ausstreut, also geographisch am Expandieren ist. Dennoch sollte man vorsichtig sein, jede Gruppierung, die sich als IS bezeichnet und vielleicht auch unter die Führung des IS in Syrien und Irak stellt schon als gleichwertig ansehen, zumal die Entstehungsbedingungen unterschiedlich sind, jede Gruppierung sich IS nennen kann, wobei unklar ist, ob diese IS-Gruppen in anderen Staaten sich je so erfolgreich entwickeln werden wie in Syrien und dem Irak, zumal auch der erste Überraschungsmoment verflogen ist.

Ebenso wird im zweiten Text Al Sissis Militärdiktatur als Geschenk an den IS gesehen. Während westliche Zuschauer Bilder eines neuen ägyptischen Patriotismus angesichts der Eröffnung des Neuen Suezkanals umflimmern, ist der Autor des Artikels der Ansicht, dass die Unterdrückung in Ägypten eher trotz möglicher wirtschaftlicher Erfolge zu einer weiteren Radikalisierung und Instabilität, letztendlich einer Stärkung des Islamischen Staats führen wird.Man könne also abwarten, bis die ägyptischen Pyramiden, die Sphinx und die Tempel von Luxor in Ägypten unter dem IS wie die Bamian-Buddhastatuen in Afghanistan von den Taliban in die Luft gesprengt würden.Vielleicht wird hier der erste Kulturkrieg der UNO-Staaten gegen die Barbarisierung und Vernichtung des UNO-Weltkulturerbes geführt.Jedenfalls sieht der Artikel “ Al-Sissi–A Gift to the Islamic State“ eine kommende Stärkung des IS in Ägypten-nachzulesen unter:

http://www.brookings.edu/blogs/markaz/posts/2015/08/07-sisi-gift-to-islamic-state-hamid

Beide Artikel zusammengenommen, sprechen also dafür, dass der IS durchaus gewisse Attraktivität und Zukunft hätte.Diametral entgegegesetzt ist der Artikel „IS-expand or die“, der den IS als reinen Raubtierstaat schildert, der zwar kurzfristig Banken plündern, Kunstschätze rauben, Ölfelder besetzen kann, Steuern erheben auf die landwirtschaftliche Produktion, aber nicht imstande wäre, eine funktionsfähige Ökonomie mangels Experten und Wirtschaftsprogramm aufzubauen, weder ein funktionierendes Bankwesen, noch die Erhaltung der Ölförderung und des Wassermanagmenents, dazu würde die landwirtschaftliche Produktion in den IS-Gebieten dramatisch kollabiert sein.

http://www.fpri.org/articles/2015/06/isil-revenues-grow-or-die

Zwar hat der IS millardenschweres Kriegsgerät erbeutet, aber die sonstige Ökonomie steht auf schwachen Beinen. Konkret werden folgende Zahlen genannt:

Sources of ISIL Revenue

Source of Revenue Amount ($)
Seizing the assets of state-owned banks $500 – $800 million
Agriculture theft $10 – $50 million
Business taxation $20 – $70 million
Skimming government employee paychecks $100 – $300 million
Oil trafficking $100 million
Kidnapping for ransom $25 – $45 million
Human trafficking Unknown
Border tariffs $10 – $50 million
Artifact smuggling Unknown
Capture of weapons, equipment, and supplies from Iraqi Security Forces $20 – $50 billion

Mit Ausnahme der millardenschweren Erbeutung von Kriegsgerät, hat der Islamische Staat in Syrien und Irak einen Staatshaushalt von maximal 5 Milliarden Dollar, also keine eigentlich nenneswerte ökonomische Basis, zumal der Autor des Artikels eben auch alle Optionen durchdekliniert, wie man dem IS selbst diese mickrigen Beträge streitig macht. Zu ergänzen wäre eventuell noch etwaige Erpressungsgelder, die der IS von anderen Staaten erhebt, um den Terrorismus nicht zu exportieren, sowie die Finanzzahlungen aus den Golfstaaten und Saudiarabien, die von privaten Spendern kommen, obgleich man sich fragt, ob sich in autoritären Staaten wie Katar und Saudiarabien überhaupt etwas privat vollziehen kann ohne die allseitige Kontrolle des Könighaus Saud oder Al Thanis in Katar.

Aber nehmen wir selbst einmal dabei noch 2-3 Millarden Dollar an, so kommt der IS bestenfalls auf 7-8 Milliarden Dollar als Staatshaushalt.Eine sehr mickrige Zahl, die er auch unterhalten muss und nicht jedes Jahr haben wird.Die Frage ist also, ob der IS-Staat trotz seines Kampfwillens, seiner Art von Ordnungssystem und seiner Streuung in anderen Ländern, nicht dennoch aufgrund underperformance und Kollaps seiner Ökonomie letztendlich ein Elefant auf töneren Füssen ist. Dem entgegenzuhalten wäre, dass der IS ja auch ehemalige Kader der Baathpartei Saddam Husseins rekrutiert hat, die in Organisationsfragen sehr fit sind. Aber inwieweit sie eben eine Ökonomie unterhalten können, bleibt fraglich, da sie meistens Militärs und Geheimdienstoffiziere sind. Zweitens muss man auch sehen, dass den Bolschewiki in der Sowjetuinion aufgrund ihres Kriegskommunismus , den selbst ein deutscher General wie Ludendorf in seiner Schrift „Der totale Krieg“als nachahmenswert empfahl,auch ein gleiches Schicksal vorausgesagt wurde, nämlich der ökonomische Kollaps. Dennoch haben sich Lenin und seine Nachfolger aber jahrzehntelang gehalten und nach der Neuen Ökonomischen Politik auch eine forcierte Kollektivierung und Industrialisierung unter Stalin zustandegebracht, die die Sowjetunion zwar nicht konkurrenzfähig auf dem Weltmarkt machte, aber eine ökonomische Basis schuf, mit der die Sowjetunion immerhin jahrzehntelang die konkurrierende Weltmacht neben den USA war.

Dennoch muss man sehen, dass die IS-Führung anders als die Bolschewiki, die als Grundlage eine ökonomistische Weltanschauung und Analyse des „Kapital“hatten, keine ökonomischen Schriften, sondern nur den Koran studiert hat, vielleicht mit einer Kalaschnikow, dem Internet und Waffen umgehen kann, aber kein ökonomisches Knowhow und Experten hat, wie auch keine Industrialisierungambitionen oder ein irgendwie geartetes Wirtschaftsprogramm wie die Bolschewiki haben. Und selbst wenn sie solche Leute hätten, bleibt auch fraglich, iniweweit sie diese agieren lassen werden. Als ich 1992 in Vietnam war . lernte ich im Wiedervereinigungszug von Saigon (tschuldigung: Ho Chimin-City…) nach Hanoi  einen ehemaligen Vietcongoffizier kennen, der eine Maschinenbauausbildung in der DDR absolviert hatte und nun Manager einer Fischfabrik in Haiphong war. Er meinte, die Kommunistische Partei Vietnams war zwar gut im Kriegsführen, wußte, wie man mit Kalaschnikows und dem Bauen von Untergrundtunnelsystemen umgehe, aber bei dem Managementsvon Betrieben sei sie völlig unfähig gewesen. Als Betriebsberater habe er darauf hingewiesen, dass Maschinen zur Inbetriebnahme erst eine gewisse Aufwärmzeit brauchen, bevor man sie auf Hochtouren laufen lässt aber seitens des Betriebskaders der Partei wurde ihm dies als Sabotage ausgelegt, die das Plansoll unterlaufen wolle. Er wurde in ein Umerziehungslager geschickt, die Maschinen wurden kalt hochgefahren und gingen kaputt.Erst dann war die Partei einsichtig, holte ihn nach all seinen selbsterniedrigenden Selbstkritik- und Selbstbezichtungsrunden im Lager wieder in den Betrieb und machte ihn zum Betriebsführer.

Von daher kann ich mir ähnliche strukturelle Schwierigkeiten auch und vor allem in einem IS-Staat vorstellen. Christoph Reuter, SPIEGEL-Redakteur und Autor des Buches „Die Schwarze Macht“ betont dazu, dass der IS bei Geheimdienst- und Militärorganisation sehr stark und kompetent ist, jedoch bei Finanzen und Verwaltung deutliche Schwachstellen hat. Laut Reuter ist der IS zwar gut bei der Machtergreifung, aber schlecht bei der Machterhaltung und er sieht gerade in der schwachen Raubtierökonomie und der ineffizienten Verwaltung die Erosions- und Korrosionflächen des Islamischen Staates.

Zumal es schwer vorzustellen ist, dass ein IS-Staat, der sich im Zentrum vor allem auf Syrien und Irak konzentriert und nur einen Haushalt von maximal 5 – 8 Mrd. $ ohne Managementerfahrung, Verwaltungswissen und Buchführungsexpertise hat, eine ökonomische Basis wie die Sowjetunion aufbauen könnte. Da müsste schon Saudiarabien und Lybien als Ölförderstaaten und Ägypten als grösster sunnitischer Staat und für die Weltwirtschaft über den Suezkanal interessant dem IS in die Hände fallen, um eine Miniökonomie aufzustellen, die einer Sowjet-Umma gleichkäme.

Aus der Subsahara, Afghanistan, dem Yemen und dem Nordkaukasus ist nichts von relevanter ökonomischer Grösse zu erobern.Und wie schon gesagt: Selbst wenn diese Staaten in die IS-Sphäre kämen, wäre noch lange nicht sichergestellt, dass der IS diese neuen ökonomischen Kapazitäten auch managen könnte. Militärisch interessant könnte höchstens Pakistan sein, bei dem auch die pakistanische Taliban versucht an die islamische Atombombe zu kommen. Dies würde aber wahrscheinlich eine US-indische Aktion hervorbringen, die von China und allen asiatischen Staaten wohlwollend wahrgenommen würde.

Die Attraktivität des Islamischen Staates liegt auch in seinem Pansunnitentum, also nicht mal eines Panislamismus.Also durchaus die internationalistische Ausrichtung, die grosse Umma ist ein Anreiz, wenngleich auf ein Staatsterritorium gezielt wird, das die Unverbindlichkeit und Staatenlosigkeit einer Al Kaida negiert und  solche Regionalislamisten wie die Taliban perspektivisch transzendiert.

Es ist auch nicht so, dass der IS in seiner Propaganda in den sozialen Netzwerken vot allem Terror- und Horrorvideos verbreiten würde– diese machen gerade mal 2% aus. Wie eine neuere Untersuchung der IS-Propganda ergab haben westliche Medien hier ein falsches Bild gezeichnet:

„Dreißig Tage lang hat sich Charlie Winter alles angeschaut und angehört, was der Islamische Staat an Propaganda von sich gegeben hat. Fotos, Sprachaufnahmen und Naschids (das sind chorale A-cappella-Gesänge mit religiösem Inhalt), Videos, Verhaltensregeln und religiöse Prozessionen – 1146 Stücke insgesamt, das sind 38 pro Tag. Am Ende kam der Forscher des britischen Thinktanks Quilliam Foundation zu einem überraschenden Schluss: Brutalität und Krieg sind keineswegs die Hauptthemen, die der IS seinem Publikum in aller Welt vermitteln will. Die grausamen Bilder und Videos, die regelmäßig bis auf unsere Titelseiten vordringen, sind nur ein kleiner Teil dessen, was der Islamische Staat in seiner Propaganda kommuniziert. Die Darstellung von Brutalität macht nur etwas mehr als zwei Prozent der Propaganda aus.

Über die Hälfte der Propaganda dagegen widmet sich dem Narrativ eines islamistischen Utopias. Das steht in einem krassen Missverhältnis zur Wahrnehmung in deutschen Medien, die fast ausschließlich über absurde Gewalttaten gegenüber Geiseln und Kriegsgefangenen berichten. Winter hält das für gewollt: Die Brutalität soll das Publikum im Westen schockieren und ein Gefühl der Ohnmacht wecken. Aber der Islamische Staat hat einen propagandistischen Wandel vollzogen. Er ergänzt seine brutale Propaganda nun um eine Botschaft der inneren Geschlossenheit, Sicherheit und der absoluten Frömmigkeit. Mitte des letzten Jahres, als seine Kämpfer in kurzer Zeit im Irak und in Syrien viel Land erobern konnten, bestand die Propaganda beinahe ausschließlich aus Stücken über den Krieg und die territoriale Ausbreitung des Islamischen Staates. Jetzt, wo die militärische Expansion ins Stocken gekommen ist, geht es darum, die eroberten Gebiete zu halten und die Kontrolle zu intensivieren. Winter ist sich sicher, dass der Wandel der Propaganda direkt mit der militärisch defensiven Haltung des Islamischen Staates in Verbindung steht. Der fährt jetzt zweigleisig und zeigt in unzähligen Videos die vermeintlich heile Welt des Kalifats.

In einem dieser Videos begleitet man einen jungen Kämpfer auf seinem Weg von der Front nach Hause. „Eid of the Mujahid“ heißt es, „Der freie Tag des Mudschahed“. Alles ist szenisch professionell aufgebaut, gestochen scharf gefilmt und mit einem Naschid unterlegt. Um die irritierende Harmlosigkeit des Videos zu begreifen, lohnt es sich, den Plot ausführlich zu erzählen: Ein Schützengraben in der Wüste, keine Pflanzen zu sehen, nur roter Sand und Steine. Ein Mann mit rötlichen Haaren und markanten blauen Augen nimmt seine Kalaschnikow, legt an, schaut konzentriert. Dann legt er die Waffe weg, trinkt einen Schluck eiskaltes Wasser, die Flasche, mitten in der Wüste, ist beschlagen. Er teilt sein Wasser mit zwei Kameraden, die es sich im Schatten des Grabens gemütlich gemacht haben. Friedlich reinigen die Männer ihre Waffen, ein Moment der Ruhe und Brüderlichkeit. Ein weiterer kommt dazu, schaut auf einen Zettel und sagt zu dem Kämpfer mit den hellen Augen: „Hallo Yussef Almani (,Yussef, der Deutsche‘). Es ist Dienstag, du hast heute frei!“ Urlaub vom Dschihad. Herzliche Verabschiedung von den Kameraden, dann steigt Yussef in seinen silbernen Hyundai, den er offensichtlich direkt an der Front geparkt hat, und fährt los, um seinen Sohn abzuholen. Der hat strohblonde Haare, hellblaue Augen und wartet auf dem Arm eines älteren Mannes. Die Mutter ist nicht zu sehen. Tapsig läuft der Junge auf seinen schwerbewaffneten Vater zu und wird auf den Arm genommen.

Die Kalaschnikow ist immer dabei

Was macht man an einem dschihadfreien Tag? Yussef geht auf den Markt, jetzt in zivilerem Outfit, kauft kandierte Nüsse, schaut sich glitzernde Uhren an, lässt sich an einem Parfumstand etwas auf die Hand sprühen und dann in ein „Boss“-Flacon füllen. Mit dem Wagen holt Yussef seinen Sohn ab, Quality-Time eines Familienmannes. Im Schaufenster des Spielzeuggeschäfts hängen Plastikmaschinengewehre und bunte Pistolen. Mit einem pinken Hüpfball, einer Quietschente und Sohnemanns neuer Spielzeug-Kalaschnikow kommt Yussef wieder aus dem Laden. Im Supermarkt der nächsten Szene sind die Regale prall gefüllt, es fehlt an nichts. In Nahaufnahme sehen wir, wie Yussef Windeln zu Saft und Süßigkeiten in den Wagen legt, sein Sohn bekommt ein Kitkat aus dem Regal mit den Schokoriegeln.

So geht es weiter, zurück zu Hause, bekommt der Sohn einen kleinen Tarnanzug und eine Mütze mit dem Logo des Islamischen Staats übergezogen, auf der Straße spielen Kinder (nur Jungs), in der Moschee predigt ein Imam. Und weil ein Mudschahed an einem freien Tag auch Gutes getan haben sollte, verteilt Yussef Süßigkeiten, verschenkt Fleisch an eine Gruppe von Jugendlichen und besucht einen verletzten Kameraden im Krankenhaus. Als es langsam dunkel wird, lockt der Vergnügungspark mit Riesenrädern und bunten Karussells. Und auch als Yussef am Ende seinen Sohn in die Luft wirft und sicher wieder auffängt, baumelt die Kalaschnikow an seiner Schulter.

Die Konstruktion des islamistischen Utopias, meint Winter, sei wichtig, gewissermaßen der Unique Selling Point des Kalifats. Der Islamische Staat behauptet, die Visionen von Al Qaida und anderen islamistischen Gruppen nicht nur zu teilen, sondern in Realität umzusetzen. Sie sind „die wahren Islamisten“. Alle anderen sind nur Gruppen – sie sind ein Staat. Unter ihrem Regime, so die Botschaft, herrscht Frömmigkeit und Ruhe, Zucht und Ordnung. Das soll versichern: Wir, der Islamische Staat, können nicht nur erobern, sondern auch regieren. Wir garantieren Sicherheit, Ordnung und Versorgung. Law and Order im Kernland des Islamismus. In einer Region, die seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten von Kriegen gezeichnet ist, muss das verlockend klingen. Die Gewalt vergangener Jahre hat dazu geführt, dass auch viele gemäßigte Muslime einfach nur noch überleben wollen – und die Hoffnung auf Freiheit und Demokratie in den Hintergrund rückt.“

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/neue-is-propaganda-urlaub-vom-dschihad-13862308.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Die Abschreckungspropaganda des IS, also Enthauptungs- und Exekutionsvideos macht keinesfalls den Hauptteil der IS-Propaganda aus, sondern gerade mal 2%, gut die Hälfte der Propagandabeiträge verbreitet das Traumbild eines Caliphate of Law, Ruhe und Ordnung und eines sozialen Utopia, eines Paradies auf Erden, wo Menschen in sozialer Gerechtigkeit und Überfluss in einer moralisch einwandfreien islamistischen Konsumgesellschaft mit friedlichem Zusammenleben leben würden, in der für alle gesorgt wird.Wie gesagt: Bei einem Staatshaushalt von bestenfalls 8 Millarden Dollar für ca. 5 Millionen Menschen auf einem Staatsgebiet der Grösse Grossbritaniens, wobei ein Grossteil für den Kriegshaushalt ausgegeben wird, wird hier propagandistisch ein Rundumversorgungsparadies medial verbreitet. Zudem auch noch mit Frauen als Kriegsbeute, die die 72 Jungfrauen im Jenseits schon im Diesseits versprechen.

Ich habe ein Interview mit Jürgen Todenhöfer gesehen, der ja 10 Tage im Islamischen Staat war und von seinen Erlebnissen berichtete. Er redete von der “Normalität des Bösen” und schilderte das Alltagsleben im IS. Anders als vielfach angenommen, würden die meisten Menschen dort glattrasiert und mit westlichen Frisuren rumlaufen, auch zumeist in westlicher Kleidung, die Märkte und der Straßenverkehr ganz normal funktionieren, wenngleich einige Religionspolizisten patrouliierten um auffällige Verstösse gegen die Sharia zu ahnden. Die strengen Vorschriften würden sich vor allem gegen den IS-Kader und dessen nahes Umfeld richten.Dazu muss man aber sagen, dass dies wohl ein taktisches Zugeständnis des IS ist, das wohl nur momentan so gelten dürfte, um die Bevölkerung in falscher Sicherheit zu wägen. Sollte sich der IS konsolidieren, dann dürfte auch sein Terrorregime allgegenwärtig ausgeübt werden. Ja, dann ist so etwas wie die Kulturrevolution in China zu erwarten, bei dem auch jegliche Äußerung westlichen Lebensstil als konterrevolutionär angesehen und verfolgt wird. Man sollte sich also von der zur Schau getragenen “Liberalität”des IS nicht täuschen lassen.Was Todenhöfer gezeigt wurde, sind Potemkinsche Dörfer, zumal er auch sehr beeindruckt war, dass die unter IS-Herrschaft stehenden Jugendlichen mit den Fan-T-Shirts der deutschen Fussballmannschaft, zumal auch dem „christlichen“ Schweinssteiger und nicht einmal dem muslimischen Özil rumlaufen durften–das zeigt eher die Naivität Todenhöfers und die Zielgerichtetheit und Zugeschnittenheit der IS-Propaganda auf das erwartete Kommen eines deutschen Gutmenschens, der wie dazumal der US-amerikanische Reporter Edgar Snow in Maos „befreite Gebiete“gelassen wurde, um dann seinen berühmt-berüchtigten „Roter Stern über China“zu schreiben.

Viele werde sich angesichts solcher Versprechungen fragen: Will ich in Kriegstrümmern und erbärmlichen Flüchtlingslagern leben oder nicht etwa lieber in einem Islamischen Staat und geordnetem Versorgungsutopia oder aber eben, wenn man dies nicht glaubt den Weg nach Europa und „Willkommens“-Deutschland wählen. Dass die meisten Syrer und Iraker  nicht in IS-Gebiete fliehen, zeigt, dass sehr viele der IS-Propaganda auch nicht so glauben und diese durchblicken. Viele Muslime scheinen also ihren Realitätssinn nicht zugunsten utopischer Heilsversprechungen und Internetpropaganda aufgegeben zu haben.

Der IS kennt nur Fronten, aber keine Grenzen–ein ewig expandierender Ummahstaat- eine Sowjetummah, die die Synthese zwischen Regionalislamisten und staatenlosen Islamisten wie der Al Kaida ist.Aber auch schon Iran verkündete beim arabischen Frühling, dass es sich um ein islamisches Erwachen handele, ja auch anbot, die trennenden religiösen Grenzlinien ziwschen Sunniten und Schiiten zu überwinden, was aber nicht angenommen wurde von der Muslimbruderschaft, die eine pansunnitische Ummah in den muslimischen Staaten herstellen wollte.Momentan bekriegen sich Iran und die Hisbollah an der Seite von Assad-Syrien, das den arabischen Frühling im Gegensatz zu seinem jetzigen Verbündeten Iran als islamistisch und deswegen als zu bekämpfen ansah, mit den Muslimbrüdern Syriens und ihren radikalen Dschihaddistenausläufern.

Hier kommt der Islamische Staat als neue pansunnitische Kraft hinein, die international in den muslimischen Staaten wirkt und eine Art sunnitische Sowjetummah gründen möchte.Aber sicher bliebe auch nicht, ob sich alle einer Kalifatsummah unter dem einen Kalifen Al-Baghdadi langfristig unterstellen würden oder es nicht wie im Kommunismus zu Abspaltungen wie unter Tito-Jugoslawien, Hodscha-Albanien, Mao-China, Juche-Nordkorea oder eben dem Eurokommunismus käme oder aber es zu streitenden Reichen und Machthaber wie beim Panarabismus wie zwischen Nasser-Ägypten, Baathpartei-Syrien, Baath-Partei Irak und Lybiens Ghaddafi käme.

Die Bekämpfung des IS scheint ohne Bodentruppen nicht möglich. Dies würde aber vorraussetzen, dass die USA oder aber die NATO mittels Aufbau einer syrischen Armee unter den Kriegsflüchtlingen in Europa Bodenruppen bereitstellt, da die Europäer, Rest-NATO, Russland und die arabischen Staaten dazu nicht willig und fähig sind und die syrische Armee Assads wie auch die iranischen, kurdischen und sonstigen Hilfskräfte in Syrien wie auch die irakische Armee samt schiitischen Milizen und Peschmegra im Irak alleine nicht imstande sind, das ganze IS-Territorium zurückzuerobern, von dem man nun 14% zurückgedrängt hat. Dies könnte bestenfalls funktionieren, wenn der IS seine Unterstützung durch die sunnitischen Stämme verliert und diese sich gegen ihn richten, was aber aufgrund des Wirken des Irans und der proiranischen schiitischen Milizen sehr fraglich ist. Sollte es zu einem Einsatz von Bodentruppen kommen, ist es sehr wahrscheinlich, dass der IS zum einen zu Guerillakrieg, Häuserkampf und Terrorismus übergeht, wie dazumal Al Kaida und andere Dschihhadisten während der US-Besatzung im Irak und/oder auf andere Staaten, wie Lybien, Jemen, etc. ausweichen würde. Momentant scheint ohne Bodentruppen keine Besiegung des IS möglich, bestenfalls seine Eindämmung.Und selbst wenn er mit Bodentruppen besiegt würde, müsste ein zeitlich längeres Besatzungsregime etabliert werden.

Es gibt auch schon einige Theoretiker, die der Ansicht sind, ein eingedämmter IS würde sich dann vor allem auf die Staatenwerdung und nicht mehr auf Expansion konzentrieren und vielleicht könnte aus dem Islamischen Staat ein streng wahhabistischer Staat wie Saudiarabien werden, der ja auch ein Verbündeter des Westens ist–vergleichbar mit dem Kurswechseln von Trotzkis/Lenins „Weltrevolution“ hin zu Stalins „Sozialismus in einem Land“. Dennoch muss man sehen, dass es zwischen dem Islamischen Staat und Saudiarabien einige Unterschiede gibt. Die Sauds als Erbmonarchie haben sich mit den Wahhabiten verbunden, aber die Sauds haben keine Theokratie aufgebaut, sondern die Wahhabiten als religiöse Legitimierung ihrer Herrschaft genutzt. Politische und religiöse Ebene sind zwar miteinander verbunden, aber eben noch getrennt, auch wenn Saudiarabiens Herrscher sich als Hüter von den Heiligen Stätten in Mekka und Medina sehen. Der Islamische Staat ist ein Kalifat, in dem Abu Bakr Al- Baghdadi beansprucht ein direkter Nachfolger und der einzig wahre und wirkliche Abkomme von Mohammed zu sein, der keine anderen Abkömmlinge neben sich duldet, also einen Alleinvertretungsanspruch des wahren Islam vertritt, er vereinigt alle politische und religiöse Macht in seinen Händen, er auch nicht über ein verwandschaftliches Geflecht von ca,5000 Prinzen verfügt und ebenso ist die Koranauslegung noch viel strikter als in Saudiarabien. Dass in Saudiarabien nun Frauen aktives und passives Wahlrecht für die Gemeindewahlen erhalten haben, wie auch einige Frauen inzwischen an Saudiarabiens Universitäten studieren dürfen, dürfte unter einem Islamischen Staat weiterhin ausgeschlossen bleiben. Möglicherweise entwickelt sich aber auch eine Spaltung zwischen religiösen Wahhabiten und Königshaus , sollten die Reformen zu weit getrieben werden, ja vielleicht käme es auch zu einer Verbrüderung des wahhabitischen Klerus mit dem IS, sollten Saudiarabiens Monarchen zu weit vom wahhabitischen Dogma abweichen und sich zu sehr auf die Moderne einlassen. Der umgekehrte Weg ist also auch denkbar, zumal eben der Islamische Staat , wie auch die Muslimbrüder das saudische Königshaus als seine erklärten Feinde seines Alleinvertretungsanspruchs ausgemacht haben, bei allen taktischen saudischen Privatspenden, die indirekt in IS-Kassen landen. Zumal nun der IS Saudiarabien und Israel als neue Hauptfeinde ausgemacht hat, da die Saudis sich zum einen an der Anti-IS-Kolaition beteiligen und dann an führender Stelle eine muslimische Anti-IS-Koalition aus 38 islamischen Staaten von Ägypten bis Pakistan und den Malediven ausgerufen hat–wohlgemerkt ohne den schiitischen Iran, sondern als pansunnitische Koalition. Zudem erklärte der IS Palästina sei nicht vergessen und werde demnächst auch in den Fokus der Expansionsbestrebungen des IS kommen, womit Druck auf die sunnitischen Staaten gemacht wird, sich gegenüber Israel wegen Palästinas eindeutig zu positionieren, wenn sie nicht als Verräter an den Heiligen Stätten in Jerusalem gelten wollen, zumal die säkulare PLO als Verräter gilt und die religiös-fanatische Hamas ihren angekündigten „Tag des Zorns“und eine neue Intifada nicht entfachen konnte –dies vor allem auch an Saudiarabien gerichtet, das relativ moderat mit Israel umging und sich bisher mehr als Hüter der Heiligen Stätten von Mekka und Medina und weniger von Jerusalem zeigte. Abu Bakr-al Bhagdadi beansprucht zudem der einzig legitime Nachfolger Mohammeds zu sein und spricht dies den anderen muslimischen Königshäusern ab, ja ähnlich wie viele Gelehrte, z.B.  der Al- Aznar-Universität in Kairo den Islamischen Staat als jüdische Verschwörung behaupten, gibt es selbige Lesweise auch, die das Haus Saud und die Wahhabiten als jüdische Verschwörung am Islam, ja auch die Existenz von Königshäusern als unislamisch und gegen den Koran gerichtet behauptet–eine Kostprobe:

„From AbundantHope.net

German
Aufschlussreiche Abstammung von Saudis und Wahabiten
By Zeynab
Apr 29, 2012 – 6:40:51 AM

Erschienen bei AH am 19.4.2012

Aufschlussreiche Abstammung von Saudis

und Wahabiten

Zeynab

Übersetzung Remo Santini

Die peinliche Abstammung des Hauses von Al-Saud ist nicht irgendwie fragwürdig, sondern gut bekannt. Die STANDARDLÜGE aller dieser Marionetten und Esel, die durch die Amerikaner und Briten als die Superdiktatoren über ihre Leute installiert wurden, ist, dass die Linie ihrer Vorfahren bis zurück auf die Haschemiten gehe. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. In Wirklichkeit geht die Abstammungslinie auf den jüdischen Stamm von Banu Qunaiqa im Arabien des 7. Jahrhunderts zurück.

Und das ist nicht das Ende der Geschichte. Die Abstammung von Muhammed ibn Abd Al-Wahab, des Gründers der Wahabitensekte im 18. Jahrhundert, ist die jüdische Gemeinde in der Türkei. Sein Großvater war ein türkischer Jude, der der Doenmeh-Gemeinde angehörte, wie sich die „geheimen Juden“ in der Türkei nannten, die mit dem laizistischen Diktator Mostafa Kemal Atatürk (selber ein Doenmeh) kollaborierten, um aus der Türkei einen laizistischen Staat zu machen. Die Doenmeh-Juden sind eine sehr manipulative und gefährliche Gruppe. Um mehr über die Doenmeh zu erfahren, schauen Sie sich die Posts an, die die verborgenen Fakten über Mostafa Kemal „Atatürk“ enthüllen, ein Doenmeh oder Kryptojude.

Ein Beitrag aus Geheimdienstberichten der irakischen Regierung von 2002 lieferte viele Informationen über die Wahabiten und ihre auf die Doenmeh oder Kryptojuden der Türkei zurück gehende Abkunft. Lesen Sie diesen lehrreichen Aufsatz über die Wahabiten und ihre türkisch-jüdische Abstammung.

Es ist offiziell bekannt, dass das heutige „Saudi-Arabien“ das Ergebnis einer Allianz zwischen Muhammed ibn Abd Al-Wahab und Muhammed Ibn Saud war, das im 18. Jahrhundert seinen Anfang nahm. Die Abmachung bestand für Ibn Saud darin, Al-Wahab zu beschützen und ihm zu erlauben, seine fanatischen antikoranischen Werte im Namen des „Islam“ zu verbreiten, und im Gegenzug würde Al-Wahab die Anerkennung der Herrschaft der Saudis als Oberhaupt der „Islamischen Ummah“ anbieten.

In Wirklichkeit ist die Arabischen Halbinsel seit mehr als den letzten zweihundert Jahren durch eine starke orthodoxe jüdische Allianz im Gewand des Islams besetzt gewesen. Aber ihre geheime Loyalität und Zuneigung sind immer noch fest in ihren Wurzeln gegründet. Was für eine nette Story hinter dem Saudi-/Wahab-Verrat, bei dem 1,3 Milliarden Moslems auf der ganzen Welt und ihr aufrichtiger Pakt von „Brüderschaft“ durch Kollaboration mit dem Weißen Haus, dem Pentagon und Downing Street 10 hinters Licht geführt werden.(…)

Es ist ganz klar, dass so eine Schöntuerei bezweckt, die Verbrechen und Gräueltaten der Saudis zu rechtfertigen, wie auch ihren Thron zu festigen und die Säulen ihres despotischen Regimes abzustützen. Dieses ist extrem diktatorisch und wird durch unseren großartigen islamischen Glauben völlig abgelehnt.

Das Königtum wird in unserer islamischen Religion, im Heiligen Koran, verflucht, denn es ist eine aufgezwungene Autorität von EINER Person und ihren Familienmitgliedern, um das Volk zu unterdrücken und jede andere Stimme „von Opposition“ gegen des Königs absolut despotische Herrschaft zum Schweigen zu bringen. So sind die Könige in diesem Vers des Heiligen Korans gebrandmarkt: „Könige, wenn sie ein Land betreten, beraubt sie und macht aus dem Vornehmsten den Geringsten. Also sollen sie sich verhalten(27-34). (…)Im Islam gibt es keine Vetternwirtschaft. Allah bestimmt den Grad des Vergleichs im Islam, entsprechend der Frömmigkeit einer Person, und nicht entsprechend ihres weltlichen Status der Verwandtschaft zu irgendeiner Dynastie.“

http://abundanthope.net/pages/German_49/Aufschlussreiche-Abstammung-von-Saudis-und-Wahabiten_printer.shtml

Die gegenseitigen Vorwürfe, die den jeweiligen Alleinvertretungsanspruch anderer muslimsicher Herrscher infrage stellen und delegitimieren sollen, machen auch vor Antisemitismus nicht halt. Saudiarabien wiederum kontert Vorwürfen, es sei eine israelisch-jüdische Marionette mit gleichgearteten Komplimenten:

Der Großmufti von Saudiarabien hat jetzt zum Kampf gegen den Islamischen Staat aufgerufen. Begründung: Der IS sei „Teil der israelischen Armee“:

http://www.brookings.edu/blogs/markaz/posts/2015/12/28-saudi-mutfi-isis-israel-riedel?cid=00900015020149101US0001-1230

Desweiteren kursieren im Internet und arabischen sozialen Medien angebliche Fotos von US-Senator John Mc Cain bei einem Treffen mit Abu Bakr Al-Bagdadi, die zudem behaupten der Führer des IS sei ein Jude und Mossadagent namens Simon Elliot. Auch wird kolportiert, dass Edward Snowden NSA-Dokumente geleakt hätte, die beweisen würden, dass der IS vom Mossad trainiert und dessen Schöpfung sei.

„GR Editor’s Note: This report is from Gulf News. It has not been fully corroborated.

The former employee at US National Security Agency (NSA), Edward Snowden, has revealed that the British and American intelligence and the Mossad worked together to create the Islamic State of Iraq and Syria (ISIS).

Snowden said intelligence services of three countries created a terrorist organisation that is able to attract all extremists of the world to one place, using a strategy called “the hornet’s nest”.

NSA documents refer to recent implementation of the hornet’s nest to protect the Zionist entity by creating religious and Islamic slogans.

According to documents released by Snowden, “The only solution for the protection of the Jewish state “is to create an enemy near its borders”.

Leaks revealed that ISIS leader and cleric Abu Bakr Al Baghdadi took intensive military training for a whole year in the hands of Mossad, besides courses in theology and the art of speech.“

ISIS Leader Abu Bakr Al Baghdadi Trained by Israeli Mossad, NSA Documents Reveal

Dass es sich bei der Behauptung, der Mossad, CIA und MI6 hätten in einer Operation „Hornissennest“den IS gegründet um eine bösartige Nachrichtenente und Fabrikation handelt, enthüllte der Hoax News Channel, eine Webseite, die Verschwörungstheorien und deren Wahrheitsgehalt nachgeht.

http://snowdenhoax.blogspot.de/

Iran und seine Nachrichtenagenturen FARS News und IRNA schürten diese Gerüchte ebenso, wie die israelische Zeitung Haaretz berichtete:

http://www.haaretz.com/middle-east-news/1.624626

Jedenfalls zeigt sich: Alles Böse und scheinbar Unislamische dieser Welt kann nach dieser antisemitischen Sichtweise aller muslimischen Vertreter nur „jüdisch“ oder Teil einer jüdischen Verschwörung sein. Und den eigenen Ummah-Gegner als Juden zu labeln, ist gängige Praxis in muslimischen Ländern und scheinbar höchsteffektiv.Dass Muslime Muslime töten, unterdrücken, vergewaltigen und vertreiben darf und kann nicht sein. Bei aller antisemitischen Einigkeit bestehen aber trotzdem grundlegende Differenzen und Unterschiede zwischen diesen Islamismen.

Während der Islamische Staat kein Königshaus mit 5000 verwandten Prinzen sein will oder mangels ausgiebiger Verwandschaft sein kann, dem ein paar Theologen als Legitimatoren dienen, sondern eben ein Kalifat, in dem weltliche und theologische Macht eine Einheit bilden,  sind dies eben Jordanien und Saudiarabien, wie auch einige Golftümer, die wiederum neben dem IS auch von den Muslimbrüdern als politische Systeme abgelehnt und herausgefordert werden, nicht. Wobei dem IS auch die Muslimbrüder als zu säkular, parlamentarisch und demokratisch vorkommen, obgleich sie ja auch nur mittels Volksermächtigung eine islamistische Diktatur errichten wollen–aber eben unter einem gewählten Präsidenten, der dann mittels Volksbefragung oder Wahlen  seinen Gottesstaat abstimmen lässt und errichten will wie zuletzt die Muslimbrüder in Ägypten oder die Hamas- Muslimbrüder im Gazastreifen.Für den IS sind die Muslimbrüder und die Golfmonarchien alles pazifistischer, ungläubiger Abfall vom Glauben an den wahren Islam.

Von daher muss man zwar die Gemeinsamkeiten, aber eben auch die Unterschiede zwischen Islamischen Staat und Saudiarabien sehen. Bis also der Islamische Staat sich zu einem Saudiarabien entwickeln würde,  dürften Jahrzehnte vergehen, falls es überhaupt dazu kommt, zumal beide politische Systeme auch völlig unterschiedlich wären. Dass der Islamische Staat ein neues Saudiarabien werden könnte, bezieht sich also nicht auf das politische System, sondern auf die Hoffnung, dass er staatstragend, diplomatisch, realpolitisch und für den Westen eine einzubindende Kraft werden könnte. Das Ganze bleibt aber eher eine sehr vage Hoffnung. Und der Islamische Staat würde diese Entwicklung auch nur beschreiten, wenn er mittel- und langfristig machtvoll eingedämmt würde und keine Aussichten auf weitere Expansion mehr , sondern nur eher die seines eigenen Untergnags hätte, also desillusioniert wäre von seinem Slogan „Der Islamische Staat kennt keine Grenzen, sondern nur Fronten“. Dazu bedarf es aber nachhaltiger, kontinuierlicher und starker politischer, wirtschaftlicher und militärischer Gegenmacht. Insofern man den Iran in die Anti-IS-Koalition einbezieht, kann dies aber auch dazu führen, dass sich viele Sunniten durch den Terror der schiitischen Milizen dem IS anschließen oder mehr die Schiitenmilizen bekämpfen als den Islamischen Staat, bzw. falls der IS besiegt oder eingedämmt würde, der Iran dann als Regionalmacht expandiert und gestärkt wird, was auch wieder neue Widersprüche mit dem Westen und den USA hervorbringen könnte, zumal der Irandeal–wie Obama offen eingesteht-  ja auch nur eine Begrenzung der iranischen Atommacht für ein Jahrzehnt vorsieht und danach ein erstarkter Iran, der durch keine Wirtschaftssanktionen mehr behindert ist, sich dann auch überlegen könnte, ob er dann den in diesem Jahrzehnt erfolgten Machtzugewinn durch eine eigene Atomwaffen unterstreicht. Man hat sich mit dem Irandeal also nur Zeit gekauft. Auch ist die Frage, ob auch alle Staaten so an der Verhinderung einer iranischen Atomwaffe interessiert sind.

„Eine Studie des Atlantic Council zeigt, wie berechtigt diese Frage ist. Sie hat die chinesische Interessenlage beim Atomstreit mit Iran untersucht und festgestellt, dass Peking die iranische Bombe nicht unbedingt fürchtet, auch wenn es einem Iran ohne Atomwaffen den Vorzug gibt, will man doch die Stabilität einer Region, aus der man seine Rohstoffe bezieht, nicht gefährden.

„Einige Vertreter aus der Riege der chinesischen Verteidigungspolitiker“, heißt es in dieser Studie, „würden sogar einen nuklear bewaffneten Iran bevorzugen, oder zumindest einen Iran, der an der Schwelle zur Atombewaffnung steht, falls dies die USA dazu zwingen würde, substanzielle Streitkräfte im Persischen Golf zu belassen anstatt sie nach Ostasien zu verlegen.“ (Barbara Slavin, Iran Turns to China, Barter to Survive Sanctions“, Atlantic Council, Iran Task Force, November 2011.)

Demnach könnte sich zumindest Peking mit einer Atommacht Iran durchaus arrangieren.

Spinnen wir diese Überlegung weiter: Wenn sich die chinesische Großmacht mit Irans Bombe abgefunden haben sollte, ginge es Peking vorrangig darum, den iranischen Griff zur Bombe möglichst sanft, möglichst ohne geopolitische Erschütterungen, möglichst „dialogisch“ statt konfrontativ über die Bühne zu bringen. In diesem Fall würde es einem Teil der Teilnehmer der Fünf plus Eins-Verhandlungen nicht länger um die Verhinderung der Bombe, sondern um die Verhinderung von Erschütterungen, um die sanfteste Form einer iranischen Transformation zum Atomwaffenstaat gehen.“

http://www.matthiaskuentzel.de/contents/kaskaden-der-unwahrheit

Zumal muss man auch abwarten, ob es dem Iran nach dem absehbaren Tod des quietistischen irakischen schiitischen Grossajatollah Al Sistani gelingen wird, das iranische Regierungssystem auch auf den Irak mittels einer zweiten islamischen Revolution auszuweiten, die die quietistische Trennung von Staat und Religion aufhebt. Dann könnte man bestenfalls noch darauf hoffen, dass es zu einem Machtkampf und einem Schimsa zwischen irakischen und iranischen Grossajatollahs um den Alleinvertretungsanspruch des Schiitentums zwischen Kerbala und Qom käme, vergleichbar dem Schimsa des Kommunismus zwischen Peking und Moskau,  was auch ein sehr riskantes Vabanquespiel und eine vage Hoffnung wäre, die sich auch nicht materialisieren könnte. Man sieht: Selbst wenn der IS besiegt oder eingedämmt würde, würden neue Widersprüche entstehen. Die Lage im Nahen Osten wird also noch über Jahrzehnte konfliktreich bleiben.

Und wie steht es dann noch mit der vermenitlichen Brücke zwischen Europa und dem Islam, der Erdogantürkei, die lange Zeit als Hoffnungsträger einer islamischen Demokratie samt EU-Mitgliedschaftsperspektive tortz aller Warnungen vor dem Islamismus der Erdogan-AKP betrachtet wurde? Erdogan hat sich mit Katar und den Muslimbrüdern im Nahen Osten auf ein neoosmanisches Reich focusiert, zudem eröffent die Türkei nun eine Militärbasis in Katar und umgekehrt. Er unterstützt alle fanatischen Dschihhadisten und Islamisten  in Syrien, um Assad zu stürzen, wie Katar auch so alle Islamisten in Nordafrika und dem Greater Middle East samt Verbindungsbüros zur Hamas und selbst der Taliban, verursacht damit das Elend und die Flüchtlingsströme und lässt sich von der EU als Retter und Abschrecker der Flüchtluingswelle feiern und bezahlen,  unterstützt die Hamas und die Muslimbrüder allerortens, da sie wie er und Hitler nach dem 1923er Putsch eben die Absicht haben mittels parlamentarischen Wahlen sich die Legitimation zu verschaffen, um ihren präsidentalen Gottesstaat zu schaffen. Das will Mursi, das will Erdogan.Wobei Erdogan nun auch deutsche Regierungssysteme ins Spiel bringt, damit aber nicht das demokratische, multikulturelle, pluralistische, gewaltengeetilte Deutschland als Vorbild sieht:

„Erdogan lobt Hitlers „präsidentielles System“
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat das präsidentielle System Hitler-Deutschlands gelobt. Das Regime Adolf Hitlers sei beispielhaft „effizient“ gewesen, wurde Erdogan gestern in türkischen Medien zitiert.
Der Präsident war nach seinem Besuch in Saudi-Arabien gestern gefragt worden, ob ein präsidentielles Regierungssystem (in dem das Staatsoberhaupt die zentrale Macht in Händen hält und in manchen Fällen auch die Rolle des Regierungschefs innehat, Anm.) unter Beibehaltung der Einheit des Staates möglich sei.
Auf die Frage antwortete Erdogan wörtlich: „Dafür gibt es bereits Beispiele in der Welt. Sie können das sehen, wenn Sie Hitler-Deutschland anschauen. Es gibt auch spätere Beispiele in mehreren anderen Ländern.“ Erdogan strebt eine Änderung der türkischen Verfassung an, um die Macht des Staatspräsidenten radikal auszuweiten.

„Aus Zusammenhang gerissen“
Ein türkischer Regierungsvertreter versucht später, Erdogans Äußerungen zu relativieren. Die Worte Erdogans seien aus dem Zusammenhang gerissen worden, sagte der Regierungsvertreter laut Reuters.
„Es gab gute und schlechte Beispiele für Präsidialsysteme und es ist wichtig, eine Gewaltenteilung einzurichten. Nazi-Deutschland, wo die angemessenen institutionellen Regelungen fehlten, war offenkundig eines der schändlichsten Beispiele in der Geschichte“, wie der Regierungsvertreter weiter sagte.
Publiziert am 01.01.2016

http://orf.at/stories/2317077/

Der Pressesprecher des zukünftigen Führers der Türkei wird die Standardformulierung „Aus dem Zusammenhang gerissen“ wohl als Grundbestandteil seiner publizistischen Existenz sehen müssen. Zwar wird Erdogan keine Christen und Juden vergasen, aber er will ein islamofaschistisches, klerikalfaschistisches System der totalen Kontrolle und da fällt ihm eben als Vergleich nicht Salazar, Pinochet, Franco. autoritäre Herrscher wie Putin, Orban, PiS-Polen oder Xi Jinping ein, sondern gleich eben Adolf Hitler. Und so geschichtsvergessen dürfte Erdogan nicht sein, vielleicht erhofft er sich ja dadurch auch Sympathien in gewissen rechten Kreisen in Deutschland.

Aber gibt es keine Gegenbewegungen? Darauf weist der ehemals stramm Antideutsche und proisraelische Neocon Matthias Küntzel als einziger hin:

„Daneben entwickelt sich im arabischen Raum eine neue Tendenz, die in Deutschland bislang unbemerkt blieb: die Hinwendung zum Atheismus. Am 17. Dezember berichtete hierüber die Neue Zürcher Zeitung:

„2014 befragte die Al-Azhar-Universität … 6000 Bürger und kam zum Ergebnis: 12,3 Prozent von ihnen sind Atheisten. 2012 befragte das renommierte Marktforschungsinstitut Win/Gallup International 502 Saudiaraber und kam zum Ergebnis: 19 Prozent von ihnen sind ,nicht religiös‘, weitere fünf Prozent gar überzeugte Atheisten. Vorausgesetzt, das diese Zahlen repräsentativ sind, hiesse das: Fast ein Viertel der rund 29 Millionen Saudis ist latent oder akut religionsmüde.“

Eine besondere Rolle fällt hier den sozialen Netzwerken zu. So konnte der Wiener Islamwissenschaftler Rüdiger Lohlker 2013 die Existenz von über 70 arabisch- und englischsprachigen Facebook-Seiten mit atheistischen Inhalten nachweisen. Im November dieses Jahres bestätigte auch die BBC und die New York Times, dass in den sozialen Medien Saudi-Arabiens und Ägyptens eine rege Debatte über das Unheil der Scharia in Gang gekommen sei.

Die Regierungen in Kairo und Riad haben die Gefahr erkannt: Im März 2014 erklärte das saudische Regime, dass bereits die Infragestellung des Islams einen „terroristischen Akt“ darstelle und dementsprechend zu verurteilen sei. Demgegenüber lässt die ägyptische Regierung Atheisten einerseits verhaften, versucht sie aber auch argumentativ in den Schoß der Gesellschaft zurückzuholen. Dies aber stößt, wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, auf Schwierigkeiten:

„Um die Dialoge, zu denen aufgerufen und eingeladen wird, fruchten zu lassen, müssten die Religionsgelehrten die Intelligenz der jungen Zweifler ansprechen. Gerade das aber misslingt ihnen zumeist. ,Das Gros von ihnen hat nie gelernt, logische Fragen zu stellen, geschweige denn, solche zu beantworten‘, erklärt die 22-jährige Ägypterin Aynur. Stattdessen schwinge der Klerus vorzugsweise die Keule buchstabentreuer Gottesfurcht und traktiere seine Kritiker mit Szenarien von Höllenfeuern. ,Allerdings wirkt das neben all dem, was wir hier wirklich durchmachen, irgendwann ausgesprochen lächerlich‘, meint Aymur.“

Dies alles beweist: Der arabische Frühling hat eine Diskussion über den Islam eröffnet, die angesichts des ISIS-Terrors an Fahrt gewinnt. Mutige Araberinnen und Araber nutzen die Teilnahme Ägyptens und Saudi-Arabiens am Kampf gegen ISIS, um den landläufigen Umgang mit dem Islam oder die Religion insgesamt infragezustellen.

Doch sie dringen noch nicht durch. „Sie werden an den Rand gedrängt“, erklärt der syrische Dichter Adonis, „zum Verstummen gebracht, als Apostaten verfolgt und mit dem Tod bedroht.“ Zwar stellt der neue Totalitarismus eine globale Bedrohung dar, zwar sind die freien Gesellschaften weltweit auf derartige Verbündete im Kampf gegen den Islamismus angewiesen. Doch „der Westen hört sie nicht, weil er nicht auf sie hört. … Er betrachtet den arabischen Raum als islamischen Block.“

Dies gilt in besonderem Maße für Deutschland, wo die kulturalistische Fiktion eines “homo islamicus” weiter hoch im Kurs steht – eine Fiktion, die man seit der Begegnung mit Hadschi Halef Omar – dem Antipoden zu Kara Ben Nemsi in den Schriften Karl Mays – lieb gewonnen hat. In dieses Gemälde vom hyperaggressiven oder Mitleid erheischenden Muslim passen arabische Atheisten nicht hinein.“

http://www.matthiaskuentzel.de/contents/wer-von-isis-spricht-darf-vom-koran-nicht-schweigen

Nun glaube ich nicht, dass die meisten Muslime zu Atheisten werden, zumal Küntzels zitierte Umfragen die Tausendergrenze zumeist nicht überschreiten, aber der Mittelweg zu einer Kombination aus Religionsmüdigkeit, Gleichgültigkeit gegenüber der Religion, säkularer Gegentendenz, Agnostizismus, Wunsch nach einem humanistischen und menschlichen, modernen Islam kann da durchaus mittel- und langfristig als Gegenbewegung aufkommen.Selbst Malala versteht sich als Muslima, aber eben als säkulare, moderne Muslima und versucht den Hetzern beider Seiten, seien es nun die Islamisten oder einem Donald Trump entgegenzusteuern.Das sind die Leute in der muslimischen Welt und auch in den muslimischen Communities im Westen , die man unterstützen sollte,damit ein nächster muslimischer Frühling eben nicht wieder ein islamistischer Winter wird.Küntzels Zahlen sind wahrscheinlich „wishful thinking“, aber auch ohne derartige Befragungsergebnisse ist es durchaus denkbar und wahrscheinlich, dass es eine zunehmende Gegenbewegung mittel- und langfristig gegen das immer weiter um sich greifende islamistische Wüten und Zerstören gibt, das sich zumindestens auf einen Reformislam und ein neues politisches System einigen könnte und auch mit säkularen politischen Systemen leben könnte. Vielleicht erlebt der Greater Middle East gerade die Katharsis eines 30-jährigen Krieges, der ihn nach allen Verwüstungen zu einem Westfälischen Frieden Marke Nahost oder noch positiveren Entwicklungen bringt.

 

Über Ralf Ostner

Ralf Ostner geboren 1964 in Frankfurt am Main, 1984 Abitur in Bayern--Leitungskurse: Physik und Kunst/ Schülerzeitung. Studium der Physik (Nebenfächer: Mathematik, Chemie), Wirtschaftsgeographie (Nebenfächer: BWL, VWL) und Studium der Sinologie. 1991 Abschluss als staatlich geprüfter Übersetzer in der englischen und chinesischen Sprache am Sprachen- und Dolmetscher-Institut/München (Leiter der Chinesisch-Abteilung: Herr Zhang, ehemaliger Dolmetscher von Deng Xiaoping und Franz-Josef Strauß).Danach 5 Jahre Asienaufenthalt: China, Indien, Südostasien (u.a. in Kambodscha während des ersten Auslandseinsatzes der Bundeswehr, Interviews mit Auslandschinesen, Recherche im Karen-Guerillagebiet in Burma, Unterstützung einer UNO-Mitarbeiterin während den Aufständen in Nepal und bei UNO-Arbeit in Indien), Australien. Danach 5 Jahre als Dolmetscher, Delegationsbegleiter und Übersetzer in München. Abendstudium an der Hochschule für Politik /München (Schwerpunkt: Internationale Beziehungen). Abschluss als Diplom-Politologe (Diplomarbeit: Die deutsch-chinesischen Beziehungen 1989-2000 unter besonderer Berücksichtigung der SPD-Grünen-Regierung). Delegationsbegleitung von Hu Ping, Chefredakteur der chinesischen Dissidentenzeitung "Pekinger Frühling" (New York)und prominentester Vertreter eines chinesischen Liberalismus bei seiner Deutschlandtour (Uni München, Uni Mainz, Berlin/FU-Humboldt) bei gleichzeitigem Kontakt mit Liu Liqun (Autor des Buches "Westliches Denken transzendieren"/ heute: Deutschlandberater der chinesischen Regierung).Chefredakteur der Studentenzeitschrift UNIPOL . Projekte am Goethe-Institut und bei FOCUS TV. Seit 2000 Übersetzer (chinesisch-deutsch), Graphiker, freier Schriftsteller und Blogger.
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